Bezwingung des Mont Ventoux

Für den Aufstieg zum Mont Ventoux (1909müNN, Hors Cat. (HC)) reisen wir einen Tag vorher in das Basislager in Malaucène. Danke, Alexander und Ursel, für den Tipp! Herrliche Aussicht von der Zeltwiese des Campingplatzes! Toller Ausgangspunkt für die Auffahrt auf den ‚windigen Berg‘!

In der Tourist-Info bekommen wir letzte Tipps für einen gelungenen Aufstieg u.a. bei einem Alter über 35 Jahren vorher den Arzt konsultieren (brauchen wir Heroes natürlich nicht :-)). Am nächsten Morgen, nach Kaffee, Ei und Müsli, 9:09 Uhr Startzeit, geht es los. Die Sonne scheint, es weht ein lauer Wind. Ausgerüstet mit Profi-Sportlernahrung – Wasserflasche und drei Lions – steigen wir aufs Fahrrad.

Kurz hinter dem Ort der erste Dämpfer: der Col ist gesperrt.

Col gesperrt: Wir hoffen, dass es nicht für uns gilt. Nur wenige Radler, die ausnahmslos auf Rennrädern sitzen, sind auf der Strecke. Das kennen wir schon von den Alpenpässen. Mit unseren Reiserädern sind wir die Ausnahme. Wir geniessen die Anerkennungsrufe von jenen oder denen, die sie mit dem Auto begleiten. Sechs Kilometer vor dem Gipfel ist die Strasse für motorisierte Menschen tatsächlich gesperrt. Eine Schneelawine ist abgegangen. Die Räumfahrzeuge sind noch beschäftigt. Wir haben die Strasse für uns.

Die Motivation, den Mont-Ventoux zu bezwingen, hat ein wenig gelitten, als Alexander uns eröffnete, dass es oben keine Einkehr gäbe. Aber was soll’s, wir machen das ja nicht zum Spaß. Von Malaucène sind es 21 Kilometer, 1576 Höhenmeter und eine durchschnittliche Steigung von 8,3% und Rampen bis 11%. Es ist schon ein gutes Stück Arbeit.

Ab hier sind es nur noch zwei Kilometer und der Gipfel winkt schon.

Oben herrscht eine fast andächtige Stimmung bei den RadlerInnen, die es hierher geschafft haben. Das Wetter lässt uns hier gar eine Zeit verweilen, bevor wir uns in die rasante Abfahrt stürzen.

Nun fehlen uns nur noch das Stilfser Joch und Alpe d’Huez in unserer Radfahrer-Karriere.

Durch die Berge und Schluchten der Ardèche
Zur Vorbereitung radeln wir auf der 30 Kilometer langen Touristenroute mit 11 Aussichtsbalkonen entlang der Schluchten der Ardèche. An diesem Sonntagmorgen sind noch mindestens 100 weitere Rennradfahrer mit Begleitung und Versorgungsstopp hier unterwegs. Paddeln ist dieser Tage im Herzstück der Ardèche nicht so angesagt, da der Wasserstand extrem niedrig ist.

Pont d’Arc

Tagesausflug nach Arles durch die Apillen
Zur Nachbereitung wählen wir als Basislager die Van Gogh-Stadt Saint-Remy de Provence. Ein pitoreskes, touristisches Städtchen, dem nur die Mittelmeerküste fehlt. Van Gogh hat hier ein Jahr ‚gelebt‘ und 150 seiner wesentlichen Werke geschaffen. Von hier aus radeln wir nach Arles und entdecken die Apillen, eine Kalksteinkette.

Arles, eine römische Stadt in der Provence
Römisches Aquädukt
Durch die Apillen




3 Kommentare

  1. Hallo ihr Radler,
    was für eine schöne Gegend und das Wetter ist auch gut.
    Die Mühe, auf den Col du Mont Ventoux zu fahren, hat sich sicher gelohnt und die Ardeche- Schlucht ist sehenswert.
    Sehr schöne Fotos.
    Viele Grüße
    Heidi und Henner

  2. Hallo und guten Abend,

    Was für eine wunderschöne Landschaft in Südfrankreich.

    Und der Mont Ventoux!
    Erradelt mit den Reiserädern
    Wow! Beeindruckend!

    Gute Nacht wünscht Petra

  3. Hallo Ihr beiden,

    das ist sehr cool! Und ja, der Mont Ventoux ist schon beeindruckend, da muss man mal gewesen sein.
    Und wie ich Euch kenne, werdet Ihr früher oder später auch noch das Stilfser Joch und Alpe d’Huez bezwingen 🙂
    Wenn ich Eure Berichte lese und die schönen Fotos sehe, möchte ich auch sofort auf’s Rad steigen und losradeln…

    Viele Grüße und alles Gute weiterhin,
    Elke

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert