‚Von den ewigen Gletschern des Mont-Blanc-Massivs bis zu den sonnenverwöhnten Gipfeln der Seealpen: Die französischen Alpen bieten eine landschaftliche Dramatik, die ihresgleichen sucht. Als Heimat des höchsten Berges Europas und Schauplatz legendärer Tour-de-France-Pässe zieht die Region Outdoor-Enthusiasten und‘ … ‚Alpenquerer in ihren Bann.‘ So liest es sich auf dem Alpenportal. Spektakuläre Bergpanoramen, unberührte Wildnis in den Nationalparks.
Zwei Wochen radeln wir durch die Hochalpen. Unsere Basislager befinden sich auf 750m im Val d’Isere bis 1000müNN am Rand des Ecrins. Mal geht es die Pässe ohne Gepäck hoch, mal mit. Mal nehmen wir die Seilbahn. Wir sind fünf Tage auf dem schönen Campingplatz Le Grand Calme in Allemond. Schon früh morgens rüsten sich die ambitionierten Radamateure – oft aus Holland – und radeln am Platz vorbei Richtung Cols.






Es ist die letzte Woche im August. Am 01. September geht in Frankreich die Schule wieder los. Dann ist hier Schicht. Die Läden bekommen neue eingeschränkte Öffnungszeiten oder schliessen ganz. Unsere Lieblingsepicerie und Einkehr hat die Rolläden unten. Die Seilbahnen fahren am 30. August das letzte Mal. Höher gelegene Skiresorts schliessen komplett.


Mit der L’Alpette zu Bergen und Seen
Wir nutzen die Woche und fahren mit der L’Alpette auf 2000 Meter Höhe. Die Seenrunde ‚La ronde des lacs‘ führt uns durch die Landschaft, an etlichen Seen vorbei: lacs Besson, Rond, Noir, Faucille, Carrelet et Lamat.



Über den Col d’Ornon verlassen wir das Eldorado der Tour-de-France-Enthusiasten und leidenschaftlichen Radrennfahrer. Entlang des Nationalparks Ecrins radeln wir auf einer herrlichen Strecke und lassen die Skiressorts hinter uns. Gletscher, Wasserfälle, Seen und Almen prägen seine Landschaften. Berge, von denen über 150 höher als 3.000 Meter sind.

Unser Ziel am Radweg ist der Biohof ‚Le Champ des Cimes‘. Yves, der ihn letztes Jahr erst eröffnet hat, begrüsst uns herzlich. ‚Yes, we are lucky!‘ ist sein zweiter Satz. Er weiss zu schätzen, wo er lebt, kennt jeden Stein, aus der Gegend, wo wir her kommen und macht uns bald Routenvorschläge für die Weiterfahrt. Wir verleben herrliche Stunden hier in der Einsamkeit, unter dem schönsten Sternenhimmel, unterbrochen nur von den Hähnen, die uns frühmorgens wecken.



Wir nehmen die Route nach Barcelonette, vorbei an Gap über den Col de Manse (1269m). Auf dem Campingplatz können wir nur eine Nacht bleiben. Die Stadt ist wegen eines Festivals fest in MotorradfahrerInnen-Hand und ausgebucht. Von Barcelonette gehen fünf Pässe in alle Himmelsrichtungen. Wer die Wahl hat, hat die Qual. Den höchsten Pass Europas (Col de Bonette, 2800m) lassen wir links liegen – Übermut tut selten gut.
Der Col de Cayolle führt uns in den äußersten Südosten Frankreichs. Die letzten Kilometer führen durch den Nationalpark Mercantour, der an das italienische Piemont angrenzt. Murmeltiere stossen Warnrufe aus. Der Park bietet einsame Seen, saftig grüne Wiesen, dunkle Wälder, wilde Schluchten und majestätische 3000er.


1800 Tiefenmeter abrollen ins Val de Var. Genug gesehen, geklettert, gestaunt. Für diese Saison sind wir fertig mit den hohen Bergen.
Wer Zeit und Lust hat, kann den Nationalpark Ecrins auf dem Grand Randonnée (GR) 50 mit 317 Kilometern umrunden. Neben einzigartigen Naturerlebnissen wird sie/er kleine, aber feine Nationalpark-Kommunen passieren.
Nachdem ich gerade die platte Nordseeküste zwischen Bremen und Cuxhaven langgeradelt bin, kann ich wieder voller Überzeugung sagen: in den Bergen ist’s am schönsten!!! Aber zum Glück sind die Vorlieben unterschiedlich 🙃
Grüße von Doro 🏔️
Hallo ihr Zwei,
was für eine wunderschöne Landschaft, die Seen, die Aussicht auf die Berge, einfach toll. Dann die vielen Pässe, die ihr hochgefahren seid, das ist schon eine große Leistung, und Astrid auf dem Siegerpodest, einfach ein super Bild.
Liebe Grüße
Heidi und Henner
So so schön!