Le Mont Blanc auf Augenhöhe

Von unserem Bauernhof Camping oberhalb des Lac de Neuchâtel (CH) verabschieden wir uns Richtung Lac Léman (Genfer See).

Yverdon

Auf der Uferseite des Lac Léman taucht er plötzlich auf, Le Mont Blanc. Im französischen-schweizerischen Grenzgebiet, hinter den Alpengipfeln, die auf der gegenüberliegenden Seite in den See fallen, steht der weisse Riese. 4807 Meter hoch, gewaltig, erhaben. Er ragt in den Himmel mit den weissen Wattebäuschen hinein.

Übernachtung auf dem schönen Campingplatz Le Genêts in Gex, am Fuss des Jura mit Boule-Duell.

Tags drauf entscheiden wir uns spontan für eine Richtungsänderung: statt entlang dem Jura Richtung Grenoble, halten wir stur auf den Mont Blanc zu. Erstmal geht es mitten durch Genf. Wir teilen uns die Uferpromenade mit vielen anderen und fahren so durch die alte Stadt mit ihren tollen Häusern der Belle Epoche.

Genf soviel schöner als wir gedacht haben.
Ortsausgangs geht es auf den Velo Verde Léman Mont Blanc.

Bestes Wetter in Sallanches, wo wir campieren. Hier finden wir einen Platz mit Wanderern, Bikepackern und anderen naturverbundenen Menschen. Alle geniessen die unglaubliche Aussicht auf den Berg. Am nächsten Tag Besuch im Tourist Office, um die besten Aussichtspunkte auf das Mont Blanc Massif zu ermitteln. Plaine Joux und Servoz sind die Vorschläge. Keinesfalls Chamonix, welches von viel zu viel Amerikanern und Asiaten geflutet ist.

Camping Le Relais de Vallee Blanches, Sallanches
Sallanches, mehr als eine Option zu Chamonix.

Wir setzen uns auf’s Rad und radeln nach Servoz, zwölf Kilometer und vierhundert Höhenmeter. Die Aussicht ist schön, doch wir haben noch Luft für die zweite Option. Auf geht’s nach Plaine Joux, 1347mNN, 900 Höhenmeter. Auf Augenhöhe mit dem Mont Blanc. Eine Panoramaauffahrt. Vielleicht nur mit dem Paragliding-Schirm anders schön. Mit dem kann man hier starten und auch wieder landen. Ein Hostel und einen herrlichen Campingplatz gibt es hier oben.

Klettern ohne Gepäck


In der freundlichen Bar in Passy Chef-Lieux feiern wir unseren Aufstieg.
Auf den Trubel in Chamonix verzichten wir gerne.

Nachts schüttet sich der Himmel aus. Unser Expeditionszelt hält dicht. Am nächsten Morgen zeigt sich der Berg wieder majestätisch wie am Tag zu vor.

Combloux

Auf der Weiterfahrt Richtung Albertville fahren wir den ersten Anstieg bis Combloux direkt vor den Rad-Profis der Tour l’Avenir her. Von da an hinter ihnen. Auf der sechsten Etappe der Tour stehen für diese 5000 Höhenmeter auf dem Programm. Wir geniessen den Applaus aus den Begleitfahrzeugen. Sie rasen bis ins Val d’Isere. Das ist auch unsere Richtung. Wir benötigen jedoch zwei Tage mehr. Die Strecke und die Gegend ist traumhaft. Wir sind begeistert, berauscht und überwältigt von der Natur. Sie auf dem Fahrrad zu erleben, ist einzigartig.

In der Olympiastadt Albertville ist ein neues Tretlager fällig.
Die Kurbel selber ausgebaut und der nette Decathlon-Mechaniker hat dann mal eben das Tretlager gewechselt.
Brückenbau 20 Kilometer vor Grenoble. Spannend für kleine und grosse Menschen.

Weiter geht’s durch’s Val d’Isere, Richtung Alpe d’Huez. Das Tal liegt zwischen den Nord- und den Südalpen. Die Berge ragen bis auf 3300 Meter hoch. Wir haben die Auswahl unter Dutzenden von Campingplätzen. Von **** bis * Stern. Das ausgewählte Aire Naturell verlassen wir nach Besichtigung wieder: Zu Naturell. Wir lassen uns auf dem ‚Camping Le Chateau de Rochetaillee‘ nieder und gehen erstmal in den Pool. Am nächsten Morgen siedeln wir nochmals um. Ein weiterer **** Sterne Platz fällt nach Besichtigung durch. Endlich finden wir in Allemond unseren Traumplatz ‚Camping ‚Le Grand Calme‘. Ein herrlich ruhiger, liebevoll gepflegter Campingplatz mit einem hell leuchtenen Stern *. In der Lauf-Umgebung alles, was wir brauchen: Boulangerie, Schwimmbad, Bar, Brasserie und Einkaufsladen. Für 3.60€ geht es mit der Seilbahn ins Skigebiet und zurück. Da es schon wieder Wüstenwind gibt, ist die weitere Fahrt nach oben aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Nach einer schönen Wanderung fahren wir zurück ins Tal und gehen uns im Schwimmbad abkühlen.

Kühles Alpenquellwasser

Wir warten auf den vorhergesagten Temperatursturz. Nachts schüttet sich der Himmel aus. Es bläst und stürmt. Das Zelt hält dicht. Morgens haben wir rötlichen Saharasand auf dem Zelt. Die Wetterlage ist extrem. Wir haben einen guten Platz und bleiben. Legendäre Cols warten auf uns.

4 Kommentare

  1. schön, dass es hier wieder was mitzuerleben gibt! Nach der Radtour entlang der platten Nordseeküste sehe ich gern mal wieder Berge 🏔️ Liebe Grüße von Doro

  2. Hej ihr zwei! Schön von euch ch zu lesen! Ein landschaftlicher Leckerbissen ist das mal wieder , wo ihr euch gerade befindet – grandios! Es gibt übrigens außerhalb von Le Bourg d Oisan einen ganz netten Campingplatz „Ferme Noemi“ falls ihr noch sucht … Liebe Grüße Julia

  3. Guten Morgen Rolf und Astrid,

    Das hört sich so richtig nach Sommer Urlaub an, hier hingegen ist es eher eine Herbst – und keine Urlaubs – Stimmung.

    Eure Fotos und Beschreibungen nähren in mir den Wunsch nach Sommer Urlaub in den Bergen.
    Was für herrliche Bilder!!

    Toll, dass ihr noch so viele gute Camping Plätze findet. Hoffentlich bleibt euch das Wetter noch ein wenig angenehm erhalten.

    Ganz viele liebe Grüße in die Berge zu euch. Petra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert