Einmal rund um die Alpen

66 Tage unterwegs, 4500 Kilometer, jede Nacht im Zelt.

Auf dem Rückweg nehmen wir die einfachste Alpenquerung über Graz, Bruck an der Mur nach Wien – Passhöhe 950müNN.

Passüberquerung Ostalpen

Monaco ist das Land, das wir das erste Mal mit dem Fahrrad bereisen. Böhmen in Tschechien ist für uns Radreisende mit Zelt das Land, indem wir die Freiheit des Reisens und das einfache Leben in vollen Zügen geniessen. Zu Hause gibt es jetzt Pilsner Urquell. In der Ausscheidung der sehenswertesten Grossstädte gewinnt Wien und verweist Prag, Lubljana, Cannes und Genua auf die Plätze. Höchster Punkt der Tour ist der Mont Ventoux (1900müNN). Die interessantesten Menschen aus uns fernen Kulturkreisen lernen wir auf einem Gartencamping in Slowenien kennen. Charlie, Robert und Joshi kommen aus Australien und Japan, mit unglaublicher Neugier und ohne Angst vor dem Ungewissen.

Einen der schönsten Campingplätze finden wir in Vipara in Slowenien. Die Besitzerin des ehemaligen Bauernhofes begeistert uns durch Tourentipps einschliesslich Kartenmaterial, tipptopp gepflegtes Kamp. Die Sanitäranlagen schick und nagelneu. Wer kein (wettertaugliches) Zelt hat, kann auf der Tenne im Bettenlager für wenig Geld schlafen. Die Umgebung ist traumhaft zum Wandern und Fahrradfahren. Der winzige Ort hat eine Bar und eine Pizzeria. In zwei Kilometer entfernt gibt es einen Supermarkt, Sportstätten und vieles mehr.

Das meiste Eis essen wir in Italien: Gelati und dazu Espresso Macciato. Die höchste Campingplatzdichte finden wir in Frankreich. Die französich/italienische Cote d’Azur einschliesslich des Seealpen-Panoramas mit schneebedeckten Bergen ist eine wahre Augenweide. Trotz viel Tourismus finden wir für uns und unser Zelt schöne Plätzchen.

*Stern Platz in Cotignac im französischen Department Var: absolut empfehlenswert.

Unsere Tour durch die österreichische Steiermark und Niederösterreich hinterlässt wenig bleibene Eindrücke. Einzige Perle ist der Winkelmayerhof in der Hochsteiermark, ein echtes Kleinod. Als wir ankommen, gibt es eine mehr als freundliche Begrüssung. Wir haben eine tolle Zeltwiese mit sattem Gras, Liegestühlen, Hängematten und -sitzen. Es gibt es Aufenthaltshaus, wo wir es bei schlechtem Wetter gut haben. EinsA Sanitäranlagen und einen Kühlschrank. Dazu Esel, Pferd, Ziegen, Schwein, Hühner und ein Emu unaufdringlich um uns herum. Um die Ecke gibt es eine Bäckerei und in einem Kilometer Entfernung gibt es einen Spar-Supermarkt, der alles hat.

Wer an der Donau radelt, dem empfehlen wir den freundlichen privat geführten Camping in Au in Oberösterreich. Hier gibt es eine grosse Zeltwiese, Lagerfeuer – ausserhalb von Tschechien eine Seltenheit -, Donauauen, Kulturbühne und sonst bleiben keine Wünsche offen.

Nachdem wir die tschechische Grenze passiert haben, radeln wir nach Hause.

Zurück in Deutschland: Ohne Platzordnung keine Benutzung des Picknickplatzes.

In Zellingen am Main treffen wir die drei Schwestern aus Marburg-Elnhausen. Sie radeln seit 22 Jahren gemeinsam jeden Sommer mit bepackten Fahrrädern (ohne Unterstützung!), drei kleinen Zelten, Isomatten und ohne Tisch und Stuhl. Simple Life. Die Älteste der drei ist inzwischen 82 Jahre und sehr glücklich, die Freiheit des Reisens zu geniessen. Bis Wien wollen sie dieses Jahr. Da finden sie in unserem Blog bestimmt ein paar Tipps für die Erkundung der Stadt. Uns fehlen uns noch 15 Jahre bis wir soviel Erfahrung haben.

Die heisseste Etappe ist 130 Kilometer lang, von Darmstadt nach Marburg. Letzter Stop in Frankfurt mit der Entscheidung, ob wir bei 38 Grad Celsius nicht doch mit dem Zug nach Hause fahren sollten.

Henkersmahlzeit bei Dr. E an der Friedberger Warte

3 Kommentare

  1. hm, seit einigen Jahren – also im rheinischen sagt man:“ 1. Mal ist neu. 2. Mal Wiederholen ist es eine Tradition 3. Mal Brauchtum.“ Kurzum Brauchtumspflege war, ihr radelt und ich gucke die Tour und trainiere ein wenig. Und heuer seit ihr einfach zu Hause. Auch schön. Und für alle, die bei 33 Grad im Schatten jammern. Dann geht halt nicht in den Schatten.

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