… von Antalya bis nach Faro,
… von der Türkei bis nach Portugal,
… von Ost nach West,
… von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang,
… vom ewigen Frühling in den nicht enden wollenden Sommer,
… mit drei platten Reifen, mit zwei platten Matten,
… mit einer geknackten Kreditkarte,
… ohne Unfall oder Diebstahl,
… ohne Arzt oder Hospital,
… mit schönen Erinnerungen und Erfahrungen,
… durch verschiedene Kulturkreise,
… über Berge, Gebirge und Hügel,
… zweimal am Ende der Welt, nicht in der Bretagne-Finistére, sondern in Galizien-Finistére und am portugiesischen Capo de São Vicente-Finisterre.

Verloren haben wir nur an Gewicht. (Der Winterspeck kommt von allein.)
Was kommt wem in den Sinn, wenn er oder sie an das Land denkt, durch das wir geradelt sind?
14 Länder: Türkei, Griechenland, Albanien, Nordmazedonien, Montenegro, Bosnien, Kroatien, Slowenien, Italien, Schweiz, Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland.
Wenn ich an die Türkei denke,
… fällt mir Oktay ein, der radelnde SGE Fan, der Eintracht Frankfurt Trikots recycelt. Mir fallen 60 Cent ein, die es kostet, um mit der Fähre von Asien nach Europa zu fahren. Da ist der krasse Verkehr in und um Izmir und wir mit den Rädern mitten drin und heile wieder raus. Wegen der umwerfenden Gastfreundschaft kommen wir jederzeit gerne wieder in dieses Land.
Wenn ich an Griechenland denke,
… fällt mir spontan die Dachbar in Thessaloniki und der Olymp mit der herrlich wilden Blumenwelt ein. Hier radeln wir unsere knackigste Etappe mit 120 Kilometern und über 2300 Höhenmetern, begleitet von Gian-Maria auf dem letzten Stück.
Wenn ich an Albanien denke,
… denke ich an den Kulla Hopi Tower, nahe der Stadt Bulqize und an die Rossmann-Filiale in Korce, die wie von einem Ufo abgeworfen wirkt.
Wenn ich an Nordmazedonien denke,
… fällt mir trotz guter Übernachtung dort nichts Bleibendes ein.
Wenn ich an Bosnien denke,
… fällt mir die lebendige, sportliche Stadt Trebinje und der abenteuerliche Ciro-Bahnradweg ein.
Wenn ich an Montenegro denke,
… denke ich, dass sie nur so heisst, weil die Europäer den richtigen Namen Crna Gora nicht aussprechen können. Die Reise in die Vergangenheit mit Titos Bergbahn ist ein Erlebnis.
Wenn ich an Kroatien denke,
… fällt mir die Camperin ein, die vor uns eincheckt. ‚Best place for satelita‘ ist ihr Wunsch. Der Kreislaufkollaps in Ploče, Ödnis auf Pag und mit Bora ist Radfahren mehr als gefährlich: wir möchten nicht mehr dorthin fahren.
Wenn ich an Slowenien denke,
… fällt mir Bauernhof-Camping ohne Bauernhof ein sowie die gut gesicherte Grenze zu Kroatien.
Wenn ich an Italien denke,
… freue ich mich über die erfrischend temperamentvollen Menschen und die 1000 Zinnen Tour.
Südtirol ist nicht Italien, ich möchte schnell woanders hin.
Wenn ich an die Schweiz denke,
… denke ich an Pässe, Pässe, Pässe und wunderbare Zeltplätze. Ich freue ich mich über das Wiedersehen mit lieben Menschen.
Wenn ich an Frankreich denke,
… denke ich an den Col de la Madeleine und die Hitze am Atlantik.

Nur wie komme ich mit dem Rollstuhl dahin?
Wenn ich an Spanien denke,
… denke ich an Croquetas Calamares, unseren vom Meer umtosten Zeltplatz und unzähligen PilgerInnen auf dem Camino de Santiago.


Wenn ich an Portugal denke,
… denke ich an Kork, Sardinen und Seefahrer, unser Treffen mit Michael Müller in Porto. Radeln durch die Dünenlandschaft erinnert an Afrika. Wir inmitten junger Leute auf der Uni in Evora. Wir träumen vom Rennrad-Urlaub durch die Algarve im November.




Am Morgen des 14. Oktober 2025 steigen wir in das Flugzeug nach Faro. Der Pilot landet die Maschine sicher gegen Mittag auf dem Frankfurter Flughafen: Auschecken, zur Gepäckausgabe, Räder zusammen schrauben, Kartons entsorgen. Gegen halb vier sitzen wir auf dem Rad, bestes Radlwetter, sonnig und trocken, 16 Grad Celsius. Vor uns liegt die letzte Etappe der Saison, 107 Kilometer. Ein defektes Vorderlicht, eine verbogene Schaltung und deren notdürftige Reparaturen am Strassenrand im Stockdunkeln machen die letzte Tour zu einem letzten Abenteuer. Kurz vor Mitternacht rollen wir nach sechs Monaten froh, dankbar und todmüde zu Hause ein.
Nach rund 62.000 Radfahrkilometern in der Zeit von 2019 bis 2025 erklären wir Europa für entdeckt.
Unglaublich faszinierend und bewundernswert. Wir haben uns jeden Samstag sehr gefreut den Blog mit all euren spannenden Erfahrungen zu lesen.
Lasst euch von all euren Lieben Willkommen heissen .. und geniesst den Winter, den ihr ja auch so liebt.
Wir grüssen euch herzlich
Ursula & Hanspeter
Willkommen im schöden Marburg. Und ich bin tief beeindruckt von eurer Reise und im Nachhinein von euren 62.000 km. Dagegen kann ich gerade mal unser Haus als entdeckt erklären… Bis bald!
Micha
Wow 🤩 was für eine tolle Abenteuer und unglaubliche Erfahrung!
Ich freue mich sehr für euch und danke für teilen eure ganze Reise.
Gute Reise nach Hause und liebe Grüsse!
Magda
….wunderbar, bemerkenswert, eindrucksvoll, faszinierend, unglaublich, spektakulär, beachtlich, beeindruckend –
einfach phänomenal, diese 62.000 km mit dem Rad!
Und ein großes Dankeschön an euch, dass ihr eure Erlebnisse in
mitreis/ßend formulierten Texten und traumhaften Bildern festhaltet und mit uns teilt.
Liebe Grüße von Heike und Jörg
Guten Morgen Rolf und Astrid,
Eure Zusammenfassung der diesjährigen Reise klingt eher nach 6 Jahren aber es waren „nur“ annähernd 6 Monate… ihr habt wirklich so viel erlebt!
Ich freue mich sehr, dass ihr wohlbehalten zurück seid – krasse letzte Etappe übrigens!
Hier im grauen Westen geht gerade die Sonne auf und das kleine Wolkenfenster zeigt ein gute Laune machendes Himmelslicht.
Wie schön, dass es immer wieder und (fast) überall interessantes und schönes zu entdecken gibt.
Zum Abschluss eurer Reise dieses Jahr freue ich mich auch schon ein wenig auf das nächste Jahr.
Und ich freue mich total auf ein baldiges Wiedersehen mit erzählten Geschichten…
Ganz viele liebe Grüße von Petra
Heimat, Deine Sterne,
es gibt noch viele warme Länder in Europa und Ihr kommt in das nebelige und verregnete Marburg. Tapfer! Sehr schön Deine Zusammenfassung pro Land, habe ich Frankreich überlesen? Wir waren 3 Wochen in einer geatrischen Reha (auch dort haben wir viele Menschen und nicht nur aus Europa kennen gelernt) und dafür mussten wir nur nach Bad Karlshafen fahren.
Genießt Ihr erst einmal das Leben zu Hause, ein Bett -ohne Kornfeld oder Atlantik- eine Küche – mit Kühlschrank und Herd- eine T0ilette -und die nur für Euch, ein Garten – die Herbstarbeit wartet- Eure Freunde – die sich freuen das Ihr Heil und voll übervoller Erlebnisse seid.
Die Hauptfrage bleibt, gibt es noch Ziele ? Hinter dem Horizont geht es weiter z.B. Luxemburg, der Vatican oder Kleinkekersdorf in der Lüneburger Heide.
Liebe Willkommensgrüße Christel und Fred K.