Was ist wichtiger: Der Weg oder das Ziel?

Schlusspunkt der diesjährigen Höhepunkte ist die Pont du Gard. Beeindruckend, was die Römer vor über 2000 Jahren geschaffen haben. Die Brücke ist Teil einer 51 Kilometer langen Wasserleitung, die die Stadt Nimes und ihre Bewohner versorgt hat. Monthy Python Fans erinnern sich sicherlich an die Szene „Was haben die Römer je für uns getan“ aus „Das Leben des Brian“.

Blick von der Pont du Gard
Museum an der Pont du Gard auch für Nicht-Museumsmenschen.

Am nächsten Tag treten wir den Rückweg an. Die Provence, die Region der fünf Sinne lassen wir hinter uns. Es geht den Rhône-Radweg (EV) flussaufwärts, 400 Kilometer und drei Übernachtungen bis Lyon. Obst- und Gemüseanbau, teilweise ähnlich, wie in Deutschland. Dazu gibt es jedoch Kiwi-Plantagen, Feigen, Fenchelfelder. Bereits abgeerntet sind Artischocken, Mandeln, Pfirsiche.

Letztes Frühstück
Süsskartoffel-Ernte im Rhônetal. Süsskartoffeln werden überbewertet.
Wir begegnen unzähligen RadfahrerInnen, mit und ohne Gepäck, flussaufwärts und flussabwärts.
In Lyon haben wir einen ganzen Tag, um die zweitgrösste Stadt Frankreichs zu besichtigen. Start am Place Carnot.
Mittagessen im afrikanischen Viertel – nicht von Paul Bocuse
Die letzte Dusche im Lyoner Olympia-Bad
Frisch geduscht zur Nachtfahrt um 23:00 Uhr
Ankunft am nächsten Morgen in Frankfurt. Das Wetter stimmt. Wir radeln nach Marburg.

Route des zweiten Teils der Saison 2026: https://rapl-kiste.de/wp/maps/

Urlaub statt Reisen
Wir nutzen wir den Augenblick und machen mal Pause vom Reisen. Urlaub hat auch was. Wir radeln Ende Juli los und schaun mal, wohin es uns so treibt. Grobe Richtung ist Süden. Am Mittelmeer planen wir Richtung Italien oder Spanien abzubiegen. Es kommt anders. Die Hitzewellen bestimmen unser Gehn oder Bleiben. Es wird ein Urlaub in Südfrankreich mit einigen mehrtägigen Aufenthalten an besonders schönen Orten. Abseits von Fernreiserouten.

Beim Bereisen von Urlaubsgebieten ist unsere Neugierde unterfordert. Für den Touristen und seine Ansprüche ist alles vorhanden. Es gibt Sehenswürdigkeiten, Kultur, Ausstellungen, Andenken, Ausflugsangebote, Märkte, gut sortierte Supermärkte, kleine Läden mit Eis und kalter Cola, Restaurants oder Schnellimbiss. Übernachtungsmöglichkeiten für jedes Budget. Die Überraschungen beschränken sich auf die Qualität und den Preis dafür. Bis auf Verabredungen mit unseren Freunden gibt es wenige flüchtige Begegnungen mit Menschen. Wir passen uns an.

Was ist mit unserem Anspruch an Freiheit? Unsere Freiheit haben wir. Immer bei der Wahl der Richtung, des Standortes und der Dauer. Freiheit ist im Urlaub nicht das Wichtigste. Die Bedürfnisse des Urlaubers sind den Gastgebern sehr gut bekannt. Das spart Zeit und Zeit ist Geld.

Wir haben eine herrliche Zeit in Südfrankreich. Wirklich eine wunderbare Gegend, in der wir den Spätsommer geniessen. ‚ Das Leben dort ist sanft und langsam‘ , sagte Brad Pitt erst kürzlich in einem Interview. Fröhliche, freundliche Menschen mit sonnigem Gemüt. Zwei Monate, 3000 Kilometer auf dem Fahrrad, Leben unter freiem Himmel. Unsere Regenkleidumg und warmen Jacken liegen unbenutzt unten in den Packtaschen.

Die Suche nach neuen Formaten

Vakantjefietser (Reiseradler) heute
Bikepacker – morgen ?

Tipps, nicht nur für Radler

  • Südfrankreich ist keine 1000 Kilometer von uns entfernt. Der Rhône Radweg (EV 17) ist eine super Alternative zum Rhein Radweg (EV 15). Von Nord nach Süd mit Rückenwind und Ziel Mittelmeer.
  • Das Süd-Luberon ist die Sahnehaube der Provence.
  • Die West-Alpen sind ’ne Wucht.
  • Die‘ Route Napoleon‘ ist für den Autoreisenden unsere Empfehlung für die Fahrt in den Süden.
  • Reisezeit: Dritte Augustwoche bis Ende September.

Vorfreude ist die schönste Freude: Wir freuen uns auf das nächste Abenteuer.

4 Kommentare

  1. Einfach nur schön, einfach faszinierend, einfach bewundernswert.
    Wir lieben euch und sagen DANKE für die schöne Freundschaft die uns verbindet.

    Ursula & Hanspeter

  2. Einfach nur schön, einfach faszinierend, einfach bewundernswert.
    Wir lieben euch und sagen DANKE für die schöne Freundschaft die uns verbindet.

    Ursula & Hanspeter

  3. Ich liebe es eure Berichte durchzulesen 🥰!! Es ist immer wieder schön!
    Genießt es weiterhin!
    Liebe Grüße aus Stelingen 🙋🏻‍♀️

  4. Hallo ihr zwei Beiden. Hm, sagt man nun zu Euch Willkommen zu Hause oder ist das zu Hause der mehr oder weniger bequeme Sattel des Rades? Heimat ist letzendlich da, wo man sich wohl fühlt. Also fühlt Euch jetzt mal in Marburg wohl. Liebe Grüße Jörg

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