Unter Polizeischutz

Samstagmorgen, Zelt abbauen und ab in die quirlige Kreisstadt Vranje. Wie jedesmal, wenn wir in ein neues Land fahren, brauchen wir SIM-Karte und Landkarte. Geld haben wir schon gestern an der Grenze gewechselt. Gefrühstückt haben wir auch noch nicht. Wir treiben uns also in der Stadt und ihrer Fussgängerzone herum, um unsere Besorgungen zu machen. Da treffe ich Daniela. Daniela ist Serbin, aber in Friedrichshafen geboren. Sie möchte unbedingt mit uns Kaffee trinken und Eis essen. Ihre Freundin Slaviza zieht los, um uns die Serbien-Karte zu besorgen.

Wir treffen uns kurze Zeit später im Café und dann trifft auch Marian, Daniela`s Mann, ein. Sie hat ihn angerufen, weil sie uns getroffen hat.

Marian kommt mit Fahrrad und Sportdress

Marian ist Chef der Grenzpolizei und Repräsentant der serbischen Polizei-Gewerkschaft. Nachdem wir den Vormittag gemeinsam verbracht haben, die Familienverhältnisse geklärt, die wirtschaftliche Lage der Serben erörtert und den weiteren Streckenverlauf geplant haben, begleitet uns Marian noch aus der Stadt heraus.

Vorbildlich! Selfie auf der Ausfallstrasse.

Wir bekommen neben seiner Privatnummer auch die dienstliche, sodass wir ihn jederzeit kontaktieren können, falls wir Hilfe benötigen.

Beruhigt fahren wir ab. Die Etappe ist lang, aber seit Monaten die erste, die flach ist.

Recht spät erreichen wir Nis, drittgrösste Stadt Serbiens mit vielen Studenten, die am Samstagabend alle draussen in der Stadt, am Fluss und im Park sind. Hier beginnen am kommenden Wochenende die EM im Frauen-Basketball. Die Sportstätten sind besichtigt. Wird bestimmt klasse. Falls ihr noch nichts vorhabt: wir hatten mittendrin ein tolles Zimmer: One only Suites für 18€, superschön und gemütlich. Bilder gibt es nicht. Es war zu heiss.

Weiter gehts Richtung Dreiländereck – Serbien, Bulgarien, Rumänien. Herrliche Strecke. Seit zwei Monaten sehen wir die ersten Radweg-Schilder.

Wir bleiben bei Bojan, der zwei Zelte für Cyclisten und Adventurer vermietet. Das Richtige für uns, oder ?

Unser Mietzelt
Rast am Pool zwischendrin

Serbien war eine Reise wert. Wenn nur die Mücken nicht wären!

Ein Kommentar

  1. Wir haben uns richtig erschrocken, als wir den Titel des Beitrags gelesen haben, aber beim Weiterlesen waren wir gleich beruhigt. Ein interessanter Reisebericht! Schön, dass ihr wieder netten Leuten begegnet seid.
    Gute Fahrt und liebe Grüße
    Henner und Heidi

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